Betonmauer
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Modernes Wohnen in alter Scheune

Borowski & Sasse zeigt Umbau in Dreierwalde

Wohnen auf dem Land, am besten noch im umgebauten Resthof oder einem renovierten Kotten – für viele ist das noch immer ein absoluter Wohntraum. Wie sich solche Träume selbst in unscheinbaren Nebengebäuden realisieren lassen, zeigt das Planungsbüro Borowski & Sasse beim diesjährigen „Tag der Architektur“ anhand eines aufwendig zum Wohnhaus umgebauten Stallgebäudes in Dreierwalde.

Die alte Bauernscheune aus der Nachkriegszeit wurde zu einer hochmodernen, großzügigen Wohneinheit ausgebaut, die mit hohen Decken und reichlich Lichteinfall begeistert. Durch den Rückbau der alten Decke entstand im Erdgeschoss ein offener Wohnbereich mit viel Licht und beeindruckender Raumhöhe. Das teilweise sichtbar gebliebene Dachgebälk betont den ländlichen Charakter und erinnert an die ursprüngliche Nutzung. Über die dominante Treppe gelangt man in ein Obergeschoss im hinteren Teil des Gebäudes, das mit vier Schlafräumen und einem großen Badezimmer reichlich Platz zum Wohlfühlen bietet. Mit über 200 qm ist die Wohnfläche durchaus üppig bemessen.

„Wer das Gebäude im ursprünglichen Zustand kannte, hätte sich kaum vorstellen können, dass so etwas an diesem Ort zu realisieren ist“, erinnert sich Architekt Ulrich Borowski an die ersten Begehungen des Gebäudes zu Planungsbeginn. Gott sei Dank sei der Bauherr sehr offen für die Ideen des Planungsbüros gewesen und habe voll auf die Erfahrung der Architekturexperten vertraut.

Der Knackpunkt bei der Planung war, genug Licht in die ehemals finstere Scheune zu bringen, die ja ursprünglich nicht zu Wohnzwecken errichtet worden ist. Borowski & Sasse lösten diese Aufgabe, indem zwei der vorhandenen Tore an der Gebäudefront zu bodentiefen Fenstern inklusive Hauseingang umgewandelt wurden. Zusätzlich wurde eine Reihe großer Dachfenster eingesetzt, die für viel Lichteinfall in das nach Süden ausgerichtete Gebäude sorgen.

Mit der Auswahl des Objektes für den „Tag der Achitektur“ wolle man zeigen, was beim Bauen im Bestand durch Sanierung und Umbau so alles möglich ist, erklärt Architekt Ulrich Borowski: „Angesichts hoher Grundstückspreise und knapper werdender Ressourcen ist das ein Thema, das uns in Zukunft immer stärker beschäftigen wird.“

Das Objekt in Dreierwalde zeigt sehr eindrucksvoll, wie sich vorhandene Bausubstanz intelligent umnutzen lässt, ohne neue Flächen versiegeln zu müssen. Das schont die Umwelt und eröffnet Perspektiven für ein modernes Wohnen auch in Außenbereichen, in denen ein Neubau baurechtlich nicht ohne weiteres zu realisieren wäre.

Das Haus in Dreierwalde, Lütkenfelder Straße 61 a, ist am Sonntag, 19. Juni, von 11 bis 13 Uhr zur Besichtigung geöffnet (Führungen in Gruppen).

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