Betonmauer
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DRK-Mehrgenerationenhaus 
in Ibbenbüren

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Neues DRK-Mehrgenerationenhaus in Ibbenbüren
Kita, Tagespflege und Wohnen unter einem Dach

-jhj- IBBENBÜREN.  Man muss schon erst einmal auf den Stadtplan gucken, um den Weg zum neuen DRK-Mehrgenerationenhaus in Ibbenbüren zu finden. Denn da, wo sich der stattliche Gebäudekomplex mit dem hellen Klinker entlang der Straßen „Auf der Flur“ und „An den Wiesen“ erstreckt, war vor vier Jahren noch Ackerland. Im neuen Baugebiet „Wallheckenweg“ in der Westvorstadt hat das Bauprojekt seinen Standort. Und die Entscheidung für ein wachsendes Wohngebiet mit guter Innenstadtanbindung sei auch ganz bewusst getroffen worden, wie Öffentlichkeitsreferent Christopher Knoop vom DRK-Kreisverband Tecklenburger Land erklärt: „Wir wollten das Konzept nicht in irgendeiner Randlage umsetzen, sondern damit mitten ins Leben der Stadt.“

In knapp anderthalb Jahren Bauzeit wurde unter der Regie des Architekturbüros feldhausarchitekten und unter Mitwirkung zahlreicher hiesiger Baufirmen ein Gebäudekomplex geschaffen, der drei Funktionen unter einem Dach vereint: Kita, Tagespflege, Wohnen. Wegen Corona gingen Bezug und Inbetriebnahme der Räume recht geräuschlos vonstatten. Nun, da die Pandemielage sich etwas entspannt hat und alles fertig ist, möchte das DRK die Einweihung auch ganz offiziell nachholen und das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen.

Der DRK-Kindergarten „Wiesenzwerge“ wurde mit dem Einzug in den Gebäudeteil „Auf der Flur“ im September 2020 Teil des Mehrgenerationenkonzeptes, das die Rotkreuzler an diesem Standort erstmals in dieser Form im Altkreis Tecklenburg umsetzen. Die Drei-Gruppen-Einrichtung wird von 65 Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren besucht und hat konzeptionell sowie räumlich eine direkte Anbindung an die DRK-Tagespflege „An den Wiesen“, die zum 1. Januar 2021 den Betrieb aufgenommen hat. Die Tagespflege ist ausgelegt für täglich bis zu 15 Gäste. „Wir sind gut besucht, haben aber noch Kapazitäten frei“, sagt Leiterin Christina Bestgen.

Neben Kita und Tagespflege beherbergt der Gebäudekomplex noch 16 frei vermietete Wohnungen zwischen 54 und 110 qm Größe.

Das Miteinander von Alt und Jung unter einem Dach bildete von Anfang an den Roten Faden im Konzept des DRK-Mehrgenerationenhauses. Planerisch habe die Herausforderung vor allem darin gelegen, ein bauliches Konzept zu finden, das diesen Vorstellungen gerecht wird, erklärt Architekt Simon Feldhaus, der das Gebäude geplant hat. Eine Begegnung von Gästen der Tagespflege und Kindergartenkindern wird baulich vor allem durch den gemeinschaftlich genutzten großen Mehrzweckraum sowie durch eine offene Raumgestaltung mit bodentiefen Fenstern zum Spielplatz der Kita hin gefördert.

Im Innenhof kommen bei schönem Wetter Jung und Alt zwanglos zusammen. Um allen Nutzern gerecht zu werden, wurde dort zum Beispiel ein Bobbycar-Parcours so angelegt, dass er nicht nur mit den roten Kinderflitzern, sondern auch mit Rollstuhl und Rollator gut befahren werden kann.

Und auch, wenn coronabedingt noch vieles mit angezogener Handbremse stattfinden muss, zeigen sich alle Beteiligten schon sehr zufrieden: „Wir merken, dass das Konzept funktioniert“, lautet das Fazit von Kita-Leiterin Sonja Bülter nach den ersten Aktionen, die mit Kindern und Senioren gemeinsam durchgeführt wurden. Beide Seiten hätten eine große Offenheit und eine große Neugier aufeinander.

Für den DRK-Kreisverband sind das positive Signale. Immerhin betritt der Verband, der insgesamt elf Kindergärten in der Region betreibt, mit dem generationenübergreifenden Ansatz in der Vorschulbetreuung genauso Neuland wie mit dem Betrieb einer eigenen Tagespflege. Deren Ausstattung ist übrigens vom Deutschen Hilfswerk unterstützt worden.

Nach einer offiziellen Feierstunde mit geladenen Gästen sind alle Interessierten am Sonntag, 3. Juli, ab 14.30 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ im neuen Mehrgenerationenhaus, Auf der Flur 8 in 49477 Ibbenbüren, eingeladen.

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